Kopfnuss 23.05.2007 16:45

Rätsel und Denksportaufgaben

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie in die Welt der Denksportaufgaben und Rätsel entführen. Ob jung oder alt, Denksportaufgaben sind in allen Kulturen eine willkommende Freizeitbeschäftigung. Bis heute hat sich die Begeisterung gehalten. Selbst im digitalen Zeitalter hat die Faszination nicht nachgelassen. Zudem sind die klassischen Denksportaufgaben auch die Grundlage einiger Produkte aus unserem Hause.

Denksport für Jedermann! Gehirntraining

Folgende Inhalte finden Sie in den jeweiligen Bereich. Wer gezielt zu einzelnen Inhalten springen möchte, findet über folgende Links die gewünschten Inhalte:

Einführung > Das Gehirn > Formen / Ausprägungen > Magische Quadrat > Kreuzworträtsel > Wortspiele > Puzzle > Sudoku & Co. > Schach > Quiz > Basiswissen

Grundlage des Denksports

Die Schaltzentrale - das Gehirn

Die Formen und Ausprägungen



Magisches Quadrat - der Ursprung



Hangman oder Galgenmännchen

Kreuzworträtsel - Fragen im Rätselgitter

Wortspiele - Anagramm & Co.

Puzzle - Viele Teile - ein Ganzes

Asiatische Denkspiele - Sudoku & Co.



Schachspiel- Das königliche Spiel

Quiz - Fragen und Antworten

Denksport-Glossar - Basiswissen




Gehirntraining - Bringen Sie Ihren Denkapparat auf Vordermann

Das Thema Gehirnjogging ist in aller Munde. Es geht dabei, um das gezielte Trainieren der eigenen, geistigen Fähigkeiten, um so nachhaltig die Denk-Leistungen zu steigern oder ab einem gewissen Alter die Leistungsfähigkeiten langfristig zu sichern.

Mit speziellen Übungen lassen sich so die Gehirnleistungen deutlich zu verstärken. Dabei lässt sich diese Steigerung des Gehirns auch auf alltägliche Situationen übertragen. Es lassen sich komplexe Aufgaben im normalen Leben schneller lösen. Die Aufmerksamkeit wird gesteigert, das Gedächtnis wird verbessert, die Geschwindigkeit beim Finden von Begriffen kann merklich angehoben werden und die mathematischen Fähigkeiten werden deutlich aufgewertet. Der Mensch kann schneller Lösungen im Alltag finden und findet sich so auch in neuen Situationen besser zurecht.

Das gezielte Gehirntraining ist daher für jeden geeignet und völlig altersunabhängig einzusetzen. In jeder Stufe des Lebens werden andere Eigenschaften gefordert. Die eigenen, geistigen Fähigkeiten werden in unserer Informationsgesellschaft immer mehr ein Gradmesser für jeden Einzelnen. Bereits in jungen Jahren wird ein hohes Maß an Lernfähigkeit und Konzentration gefordert. Im beruflichen Alltag wird permanent ein hoher Grad an Leistungsfähigkeit, Flexibilität und der Wille nach einer permanenten Weiterentwicklung gefordert. Am Lebensabend sind Gedächtnis und geistige Fähigkeit der Gradmesser für das Dazugehören.

An jedem Punkt des Lebens ist somit ein hoher Grad an geistigen Fähigkeiten gefordert. Die Steigerung, das Erhalten und das Optimieren der eigenen Hirnleistungen stellt zudem eine deutliche Steigerung der eigenen Lebensqualität dar. Wer in allen Situationen die geistigen Fähigkeiten besitzt, den geforderten Aufgaben mühelos zu lösen, gehört eindeutig zu den Gewinnern im Leben. Hierbei werden auch Themen wie Gesundheit, Bewegung, Sinnestüchtigkeit und Ernähung berührt, die mit der geistigen Leistungsfähigkeit einhergehen.

Einführung > Das Gehirn > Formen / Ausprägungen > Magische Quadrat > Kreuzworträtsel > Wortspiele > Puzzle > Sudoku & Co. > Schach > Quiz > Basiswissen



Die Schaltzentrale - das Gehirn

Das menschliche Gehirn ist äußerst aktiv und leistungsstark und benötigt trotz seiner geringen Masse einen hohen Bedarf an Energie und Sauerstoff. Das Gehirn umfasst nur rund zwei Prozent der menschlichen Körpermasse, doch braucht es zum effizienten Funktionieren rund 20 Prozent des gesamten Bedarfs an Energie und Sauerstoff.

Dafür ist dann auch die erbrachte Leistung vergleichbar mit jedem Supercomputer. Die hohe Leistung des menschlichen Gehirns ist dabei vor allem durch die vielen parallelen Verbindungen begründet. Zusätzlich zu der parallelen Verarbeitung ist das menschliche Gehirn als neuronales Netz in der Lage, während der Verarbeitung auch gleichzeitig wichtige Informationen zu speichern.

Allerdings werden die wichtigen Daten in einem mehrstufigen Prozess hinterlegt. Diese Vorgehensweise ermöglicht so dem Menschen zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen zu unterscheiden. Erscheinen Inhalte als unwichtig, so werden diese nur temporär vorgehalten und nach einem bestimmten Zeitraum wieder gelöscht. Relevante Daten werden in einem mehrstufigen Lernprozess in einer hierarchischen Struktur in dem bereits vorhandenen Datennetz abgelegt.

Zur Verarbeitung nutzt dazu das menschliche Gehirn rund 100 Milliarden Nervenzellen, die wiederum durch Synapsen eng miteinander verbunden sind. Eine weitere Steigerung der Leistungsfähigkeit erzielt das Gehirn durch eine arbeitsteilige Aufgliederung der Funktionen.

So werden die Informationen der Sinnesorgane im sensorischen Umfeld verarbeitet, Bewegungen des Körpers werden über motorische Felder gesteuert. Im vorderen Teil des Gehirns ist das eigentliche Zentrum des Denkens und des Erinnerns angesiedelt. Genau dieser Bereich unterscheidet den Menschen von anderen Individuen und lässt sich durch gezieltes Gehirnjogging noch weiter verbessern.

Einführung > Das Gehirn > Formen / Ausprägungen > Magische Quadrat > Kreuzworträtsel > Wortspiele > Puzzle > Sudoku & Co. > Schach > Quiz > Basiswissen

Das Gedächtnis

Grundsätzlich weist ein menschliches Gehirn zwei unterschiedliche Hälften auf, die auch verschiedene Aufgaben übernehmen. Dabei lässt sich ein einfacher Oberbegriff für die Art der Aktivitäten nennen. In der linken Hirnhälfte ist eher der Intellekt angesiedelt, der Bereiche wie Sprache, Lesen oder Logik umfasst. Hier findet das eigentliche Denken statt. Im Gegensatz dazu finden in der rechten Hirnhälfte Gefühle, Intuition und Spontanität statt. Hier ist die Kreativität beheimatet. Beide Hälften sind natürlich eng miteinander verbunden.

Unter dem Begriff Gedächtnis versteht nun die Fachwelt die Fähigkeit, Informationen zu speichern, unter bestimmten Gesichtspunkten zu ordnen und gezielt diese Daten wieder abzurufen. Abhängig von der betreffenden Gehirnhälfte müssen die relevanten Daten abgelegt werden. Dies geschieht in drei Stufen: das Ultrakurzzeitgedächtnis, das Kurzzeitgedächtnis und das Langzeitgedächtnis.

Das Ultrakurzzeitgedächtnis erhält seinen Input über die unterschiedlichen Sinnesorgane und überprüft die eingehenden Daten anhand von speziellen Mechanismen auf deren Bedeutung und Wichtigkeit. Dies geschieht meist im Millisekundenbereich, daher wird dieser Bereich auch als sensorisches Gedächtnis bezeichnet. Hier werden Informationen zwischengespeichert, die nur für den Augenblick eine Bedeutung haben, dabei ist es auch maßgeblich, über welchen Sinn die Daten kommen. Akustische Reize werden meist als wichtiger eingestuft, als optische Impulse.
Werden Informationen als wichtig eingestuft, gelangen diese nun in das Kurzzeitgedächtnis. Hier lassen sich die Daten bereits vom Menschen wieder abrufen, verarbeiten und verweilen so eine gewisse Dauer in diesem menschlichen Speicher. Allerdings ist die Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses nur sehr begrenzt, daher wird auch häufig vom Arbeitsgedächtnis gesprochen. Werden neue Informationen aufgenommen, muss das Kurzzeitgedächtnis ständig geräumt werden, um den neuen Input zu verarbeitet. Stuft der Mensch die Daten als besonders wichtig ein, werden die betreffenden Daten in das Langzeitgedächtnis verschoben. Hierzu bedient sich der Mensch speziellen Techniken (Mnemotechnische Faktoren), die er gezielt anwenden kann.

Sie möchten Ihr Gedächtnis trainieren? Wir bieten ab sofort spezielle Excel-Vorlagen an, die das eigene Gedächtnis auf Vordermann bringen.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier >>


Das Langzeitgedächtnis stellt den eigentlichen, langlebigen Speicher des Gehirns dar. Dabei lässt sich dieses Gedächtnis eher als Speicherform für unterschiedliche Daten umschreiben, die in Sachen Kapazität und Speicherdauer keine Grenzen kennt. Die besondere Leistungsfähigkeit wird dadurch bestimmt, dass nicht nur neue Informationen permanent abgelegt werden können, sondern diese Inhalte auch behalten und abgerufen werden können. Zudem können bei Bedarf auch bestimmte Informationen rekonstruiert werden. Natürlich gibt es auch im Langzeitgedächtnis das Vergessen, wobei dieser Vorgang fast gänzlich unerforscht ist.

Mit diesen Annahmen lassen sich aus Sicht des Gehirntrainings zwei wichtige Anknüpfungspunkte finden: a) das verbesserte Überführen von relevante Informationen in das Langzeitgedächtnis und b) das gezielte Abrufen von bereits gespeicherten Inhalten.

Einführung > Das Gehirn > Formen / Ausprägungen > Magische Quadrat > Kreuzworträtsel > Wortspiele > Puzzle > Sudoku & Co. > Schach > Quiz > Basiswissen



Formen und Ausprägungen

Was treibt den Menschen dazu, sein Wissen und seine Kombinationsgabe an Rätseln zu schärfen? Ist es die Möglichkeit, sich spielerisch einem Problem zu begegnen und dabei die zur Verfügung stehenden Denkmethoden zu verwenden? Dabei gehört bereits seit vielen Generationen das Lösen von kniffligen Aufgaben zu einem beliebten Zeitvertreib. In jeder Epoche und in jedem Kulturkreis treffen wir auf das Rätsel.

Diese menschliche Eigenschaft trifft man bereits im frühsten Kindesalter. Das Spiel "Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist ..." gehört wohl zu den ältesten Rätseln der Menschheit. Jedes Kind hat bereits in seinem Leben einmal dieses einfache Rätselform gelöst. Dabei verfügt diese spielerische Form des Rätsels bereits alle Eigenschaften, dies es besitzen muss:

Es verfügt über eine konkrete Aufgabe und bietet einen ersten Lösungshinweis.

Dies sind genau die Komponenten, die ein gutes Rätsel ausmachen. Ein Rätsel ohne Lösung ist dementsprechend kein Rätsel. Das wohl bekannteste Rätsel ist die griechische Legende der Sphinx von Theben, ein Wesen mit Frauenkopf einem Löwenkörper und Flügeln dass auf einem hohen Felsen in der Nähe von Theben sass. Sie stellte jedem der passieren wollte folgendes Rätsel:

"Was geht am Morgen mit vier Beinen,
am Mittag mit zwei und am Abend mit drei Beinen hat aber eine Stimme?"


Jeder der das Rätsel nicht lösen konnte, wurde von der Sphinx erwürgt. Letztendlich fand dann doch noch Oedipus die Lösung und antwortete der Sphinx:

"Es ist der Mensch, er geht auf allen vieren wenn er ein Kleinkind ist, als Erwachsener geht er auf zwei Beinen und im Alter benutzt er einen Stock zu Hilfe als drittes Bein!"


Nachdem die Sphinx die richtige Antwort gehört hatte, stürzte sie sich kopfüber vom Felsen zu Tode. Auch in der wirklichen Vergangenheit hatten Rätsel immer ihren Platz in der Gesellschaft.

Eine Besonderheit stellten in frühren Zeiten die sogenannten Halslöserätsel dar. Es gabe einem zum Tode Verurteilten die Möglichkeit, mittels eines Rätsels freizukommen. Konnte der Angeklagte ein Rätsel stellen, das nicht von den Richtern gelöst werden konnten, so wurde ihm die Freiheit geschenkt.

Auch in der Literatur bedienten sich viele große Meister des Rätsels (sogenannte Rätselgedichte oder auch literarische Rätsel). Eines der bekanntesten Rätselsautoren war zweifelsohne Goethe. Dabei sind diese heute kaum noch zu lösen, da sich Schreib- und Denkweise sehr stark geändert hat. Neben Goethe gibt es auch von Hebel, Schmidlin oder Brentano interessante Rätsel. Auch in der Kunst trifft man immer wieder auf spezielle Rätsel.

Was ist ein Rätsel?

Was ist nun ein Rätsel? Was ist eine Denksportaufgabe? Nüchtern betrachtet, ist es die Umschreibung für eine nicht bekannte Sache, die von einer Person gefunden werden muss. Dies kann durch Raten, Nachdenken, Errechnen oder einer anderen logischen Fähigkeit erreicht werden. Dabei kann eine absichtlich irreführende Fragestellung die Sache noch erschweren. Zudem lässt sich die Lösung auch durch Zufall finden

Wikipedia hält für uns folgende Definition bereit:

Unter Rätsel versteht man eine Aufgabe, die durch Denken gelöst werden soll.


Dies wäre zumindest der objektive Versuch, ein Rätsel zu beschreiben. Der Begriff Rätsel selbst stammt wohl von dem Wort raten im Sinne von erraten ab. Möglicherweise liegt hier der Ursprung in dem englischen Verb to read (lesen). Dessen Ursprung scheint beim Wort Rune (alten Schriftzeichen der Germanen) zu liegen.

Worin besteht der Reiz?

Doch das Phänomen des Rätsels ist doch mehr als nur eine einfache Denksportaufgabe. Sonst würden sich doch nicht soviele Menschen täglich an das Lösen von den unterschiedlichsten Rätseln heranwagen. Und dies noch mit größter Begeisterung. Es ist anzunehmen, das Rätsel so alt sind, wie die Menschheit selbst. Sie gehören zum ältesten Kulturgut der Völker. Ähnlich wie Märchen und Sagen wurden sie von Generation zu Generation überliefert. Zunächst nur durch das Weitererzählen, später wurden die Rätsel niedergeschrieben.

Ähnlich wie Geschichten -und Märchenerzähler, hatten wahrscheinlich auch Menschen, die interessante Rätsel weitergaben, eine gewisse Stellung in der jeweiligen Gesellschaft. Ähnlich gut waren Menschen angesehen, die besonders häufig schwierige Rätsel lösen konnten. Bis heute ist der intelligente und schlaue Mitmensch hochangesehen. Er gehört zu einer gehobenen Gesellschaft, die für Intelligenz, Bildung und Erfolg steht.

Wissen ist Macht, nichts wissen - macht nichts?

Heute ist das Wissen das eigentliche Wirtschaftsgut in unserer Informationsgesellschaft. Wissen, Know-how und Intelligenz stellen die Schlüssel für den Erfolg in unserer Gesellschaft dar. Daher ist besonders in den letzten Jahren das Trainieren des eigenen Denkvermögens stark in den Mittelpunkt gerückt (Gehirnjogging, Denksport).

Schon bei Kindern wird schon im jüngsten Alter der "Denkapparat" gefördert. Diese Tendenz zieht sich durch alle Alters- und Gesellschaftsklassen. Er werden Rätsel in der Zeitung gelöst und am Abend verfolgt man angespannt die bekanne Quiz-Show. Bis ins hohe Alter wird der Geist trainiert. Wer noch geistig rege am Leben teilnimmt, gehört noch zur aktiven Seite der Gesellschaft. Daher ist auch die Kommerzialisierung des Rätsels zu erklären.

Letzter Beweis für diese These ist der anhaltene, weltweite Siegeszug von Sudoku & Kakuro (Weiter ... ) oder den vielfältigen Produkten rund um das Schlagwort Gehirnjogging.

Dies ist Grund genug, diese Seite regelmäßig zu erweitern und dem Phänomen des Denksports etwas auf den Grund zu gehen. Im ersten Schritt wollen wir die Bereiche Kreuzworträtsel, Magisches Quadrat, Schachspiel, Asiatische Denkspiele sowie Wortspiele etwas näher unter die Lupe nehmen.

Natürlich ist auch eine regelmäßige Kopfnuss zum Lösen geplant und ein Glossar für die gewichtigsten Begriffe angedacht. Zudem bieten wir auch einige praktische Übungen an. Selbstverständlich mit den passenden Lösungen.

Die ersten gedruckten und somit veröffentlichten Rätsel sind Anagramme, Scharaden und Rebusse. Unter einem Anagramm versteht man einen Buchstabentausch, der neue Wörtern mit neuem Sinn entstehen läßt. Dabei werden weder Buchstaben weggelassen oder hinzugefügt.
Magische Quadrate, Pyramiden und Diamanten sind die Vorformen des heutigen Kreuzworträtsel. "Rätsel gehören neben dem Schachspiel zu den wichtigsten intelligenzerhaltenden Techniken, halten den Wortschatz wach und sind gleichermaßen gut zum Lernen wie zum Bewahren geistiger Fähigkeiten geeignet" (Bastei).

Eine andere Form des Denksports sind sogenannte Teilungsprobleme. In den meisten Fällen muss anhand geometrischen Formen eine neue Anordung gefunden werden. Der bekannteste Vertreter dieser Rätselform ist das Tangram.

In den letzten Jahren setzte noch eine weitere Form des Denksports ihren Siegeszug in die heimischen Wohnzimmer fort. Die Rede ist vom Puzzle. Tausende Motive warten nur darauf, wieder zusammengesetzt zu werden.

Aus Amerika wurde eine neue Form des Rätsels bekannt, das sogenannte Wortsuchspiel. In einer Liste werden mehrere Wörter genannt, meist gehören diese zu einer bestimmten Obergruppe, die in einem Diagramm zu suchen sind. Die Begriffe sind in allen Richtungen (waagerecht, senkrecht, diagonale, vorwärts und rückwärts) versteckt.

Doch schon viele große Dichter beschäftigten sich mit Denksportaufgaben und Wortspielereien. So benutzte man seit dem Altertum Geheimschriften (Kryptographien, Chiffren), um aus diplomatischen, militärischen, technischen oder aus kriminellen Gründen bestimmte Mitteilungen zu verschlüsseln, die dann nur dem Eingeweihten zugänglich sein sollen. Für den Wortspieler ergeben sich daraus unzählige Möglichkeiten.

Eine Form der Geheimsprache ist die Zeichensprache mit den Fingern. Sie entstand bereits in der Antike und wurde um 1620 von Pedro Ponce in den Gehörlosenunterricht eingeführt. In Verbindung mit der Schrift findet die Fingersprache mit einer oder mit zwei Händen noch heute in der Gehörlosenpädagogik als Lehrsystem Verwendung.

Homonyme sind Wörter, die man gleich schreibt und ausspricht, die aber verschiedene Bedeutungen und ggf. auch verschiedene Herkunft haben.

Einführung > Das Gehirn > Formen / Ausprägungen > Magische Quadrat > Kreuzworträtsel > Wortspiele > Puzzle > Sudoku & Co. > Schach > Quiz > Basiswissen



Magische Quadrate und Würfel

Magische Quadrate sind einfache Zahlenquadrate. Sie besitzen die besondere Eigenschaften, daß sie in jeder Spalte, in jeder Reihe und in den beiden Eckdiagonalen die gleiche Summe besitzen. Es handelt sich um eine Form der Matrizenrechnung. Jede rechteckige Anordnung mathematischer Elemente kann als sogenannte Matrix gedeutet werden.
Die offizielle Definition: Eine Matrix ist eine rechteckige Anordnung von m*n Zahlen in m Zeilen und n Spalten, m, n >=1. Die einzelnen Einträge in der Matrix heißen auch Zellen oder Elemente der Matrix. mxn - sprich m Kreuz n - ist die sogenannte Ordnung der Matrix. Ist m =n, heißt die Matrix quadratisch (Oliver Nadig).

Wer sich selbst einmal an einem Magischen Quadrat versuchen möchte, der kann anhand dieser kleinen Excel-Lösung [hier ...] seine Kombinationsgabe unter Beweis stellen. Laden Sie sich diese Datei herunter und versuchen Sie Ihr Glück. Die Lösung gibt es auf dieser Seite.

Bereits im alten China war das magische Quadrat unter dem Namen Lo-Shu bekannt. Es geht nach der Überlieferung auf den Kaiser Lo-Shu zurück, der ca. 2200 v.Chr. gelebt hat. Er wird bis heute noch als Glücksbringer verehrt. Ein weiteres historisches Beispiel für ein magisches Quadrat ist Dürers Kupferstich Die Melancholie. (Hinweis: Darin kommt ein magisches Quadrat der Ordnung vier vor. Alle Reihen, Kolonnen und Diagonalen ergeben die Summe 34. Erwähnenswert ist noch, daß die beiden Felder in der Mitte dieses Quadrats die Zahl 1514 bilden. Dies war das Jahr, in dem der Kupferstich entstand.)

Magische Würfel sind den magischen Quadraten sehr ähnlich: Es handelt sich hierbei um Würfel, die aus kleineren Würfeln zusammengesetzt sind. Dabei addieren sich die Zahlen jeder Gerade parallel zu einer der Kanten und die vier Raumdiagonalen zur magischen Summe.

Kreuzworträtsel & Co.

Magische Quadrate haben ihren uralten Namen von dem Glauben, hinter der verblüffenden Kreuzung der Wörter müsse sich ein Geheimnis verbergen - so wie in der Kartentrick-Magie gedachte Grundmuster in gedachten Diagrammen auch wieder zu Ergebnissen beim Sichtbaren, den Karten, führen, die einfach "unbegreiflich" sind. Alchimie und Philosophie haben sich diesem Zauber hingegeben, aber nie ein tieferführendes Geheimnis entdeckt. Und so dienen sie, die die eigentliche Urzelle unserer heutigen Kreuzworträtsel [weiter ...] sind, unserer bewundernden Unterhaltung, streicheln das Gehirn mit ihrer freundlichen Magie, und hinterlassen nach dem Lösungserfolg ein angenehmes Gefühl (Quelle Bastei).

Einem Verkehrsdelikt aus dem Frühzeiten des Automobils verdanken wir es, dass aus dem einfachen Wort das bekannte Kreuzworträtsel wurde. Victor Orville hatte in England einen schweren Unfall verschuldet und büßte seine Strafe in Kapstadt (Südafrika) ab. Für seine gute Führung bekam er als Vergünstigung Papier und Bleistift gestellt. Angeregt durch die Gitter und geplagt von Langerweile begann er Gitter mit Buchstaben zu füllen. Seine Wärter hielten ihn für verrückt und brachten ihn zu dem zuständigen Gefängnisarzt. Dieser erkannt jedoch den Wert dieser Erfindung und vermittelte diese einem Redakteur. Als Orville entlassen wurde, war er ein gemachter Mann. In der Zwischenzeit hatte sich das Kreuzworträtsel wie ein Lauffeuer verbreitet. Das "Crossword-Puzzle" wurde überall gelöst. Als er starb, vermachte er sein Vermögen seiner Haushälterin. Zum Dank ließ sie in Orvilles Grabstein ein Kreuzworträtsel einarbeiten.

Das erste veröffentlichte Kreuzworträtsel der Welt erschien am 21. Dezember 1913 unter dem Namen Word-Cross in der Tageszeitung New York World. In ihrer Wochenendbeilage veröffentlicht die Zeitung das erste Kreuzworträtsel, das nach dem Vorbild der Magischen Quadrate erstellt wurde. Sein Autor hieß Arthur Wynne. Er experimentierte bis dahin mit Magischen Quadraten und Diamanten, als ihm die zündende Idee des Kreuzworträtsels kam. Er versetzte damit die halbe Welt in ein wahres Kreuzworträtselfieber.

Ab 1925 erschienen in fast allen Tageszeitungen Kreuzworträtsel. Zur gleichen Zeit verbreitete sich das Phänomen des Kreuzworträtsels auch in Europa. Den Anfang machte England, es folgten rasch auch alle anderen Länder. In Deutschland wurde das erste deutsche Kreuzworträtsel ebenfalls 1925 vorgestellt: in der Berliner Illustrierten.

Seitdem setzt das Kreuzworträtsel seinen Erfolgsweg ungebremst in unsere Zeit fort. Fast jede Tageszeitung bringt sein eigenes Kreuzworträtsel heraus. Natürlich macht das klassische Rätsel auch nicht vor dem Computer halt. Entsprechende Produkte sind auf dem Markt verfügbar (z.B. Kreuzworträtsel-Generator). Einen ebenfalls ungeahnten Siegeszug vollzog in den letzten Jahren das bekannte Gesellschaftspiel Scrabble. Das heute von der Firma Mattel vertriebene Produkt ist ein spielerische Umsetzung des Kreuzworträtsels.

Bis heute ist das Kreuzworträtsel ein beliebtes Freizeitvergnügen. Bestimmte Rätsel sind sogar zu bekannten Klassikern geworden. So sind die Rätsel in der ZEIT berühmt und berüchtigt. Zum Abschluss noch ein Lobgesang auf das Kreuzworträtsel:

Heissgeliebtes Kreuzworträtsel, Du meine Freude an trüben Donnerstagen, ich bin verrückt nach Dir, ich kann ohne Deine raffinierten Geistesblitze nicht leben, ich brauche Dich - Woche für Woche. Oh sag mir, wer hat Dich erschaffen, wer? (Quelle: Eckstein: 200 x um die Ecke gedacht).

Das klassische Kreuzworträtsel findet auch in unserer heutigen Zeit viele Ausprägungen. Fast jede große Zeitung verfügt heute über die eigene Rätselecke. Doch auch in anderen Bereichen findet sich das Kreuzworträtsel wieder.
Ein recht hohen Bekanntheitsgrad hat das Buch Der Kreuzworträtsel-Mörder, das auf einer wahren Begebenheit basiert. Am 15. Januar 1981 geschieht in Halle ein Verbrechen, das die ganze DDR in Aufregung versetzt. Aus einem Jugendtreff verschwindet ein kleiner Junge. Trotz einer großangelegten Suche entdeckt die Polizei nicht die kleinste Spur. Bis zwei Wochen später an einem Bahndamm ein Koffer gefunden wird. Darin liegt die Leiche des Jungen - und als einziger Anhaltspunkt ein ausgefülltes Kreuzworträtsel. Mit diesem Beweismittel macht sich die Polizei an die Arbeit und durchkämmt in einer einzigartigen Aktion die ganze Stadt. Ein wirklich spannende Geschichte.

Doch auch viele Künstler haben sich dem Thema Kreuzworträtsel angenommen. So existieren von Achim Reichel, Badesalz (Wie Mutter und Tochter) oder von Baumann & Clausen (Bitte nicht stören) entsprechende Beiträge. Wir werden in den nächsten Tagen diese Lieder bzw. Beiträge hier veröffentlichen. Sofern Ihnen weitere Ausprägungen vorliegen, so freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Natürlich finden wir das Kreuzworträtsel auch an anderen Stellen. So hat die Firma Swatch 1999 eine extravagante Designeruhr veröffentlicht.Diese Sonderedition gab es unter dem Namen ANTICONSTITUTIONELLEMENT . Der Begriff ist gleichzeitig zentrales Element des Kreuzworträtsels, welches das Design der Verpackungsbox bestimmt. Die Uhr selbst ist ebenfalls im Kästchen-Design gehalten! Drückt man auf den Beleuchtungsknopf dieser LOOMI, dann erscheinen zwei Worte in den Kästchen des beleuchteten Zifferblattes: TIME und LUV (Love / Liebe).

Wortspiele - Anagramm, Palindrom und andere Formen

Beim Buchstabenrätsel oder Logogriph werden aus einem Wort durch Buchstabenzusätze, -verkürzungen oder -tausch neue Begriffe zu gebildet. Sonderform des Logogriph ist das Zahlenrätsel oder Arithmogriph, bei dem die Buchstaben durch Zahlen ersetzt werden. Noch einen Schritt weiter geht das Umstellrätsel oder Anagramm. Dabei werden bei einem Begriff durch beliebiges Vertauschen der Buchstabenreihenfolge neue Wörter erzeugt.

Unter einem Anagramm oder Umstellrätsel versteht man einen Buchstabentausch, der neue Wörtern mit neuem Sinn entstehen läßt. Dabei werden weder Buchstaben weggelassen oder hinzugefügt. So ergibt sich aus der Frage des Pilatus: "QUID EST VERITAS? Durch Buchstabenumstellung diese Antwort: "EST VIR QUI ADEST". Anagramme waren schon im 13. Jahrhundert im Orient und bei den Kabbalisten sehr beliebt und wurden im 16. und 17. Jahrhundert zur Bildung von Pseudonymen und Buchtiteln verwendet:

Nehmt immer mir den Kopf
Und setzt ihn an den Schwanz:
Ich bleib, wie der Polyp,
dasselbe Ding und ganz.
Ihr kennt mich wohl: in stiller Nacht,
wenn nur der treue Wächter wacht,
umstrahlt mich milder Glanz.
(Johann Peter Hebel)

Die höchste Stufe der Anagramme sind die Palindrome (Bedeutung: rückwärts laufend), in denen ein rückwärts gelesenes Wort ebenfalls eine gleiche oder eine neue Bedeutung besitzt (Esel-Lese). Es sind Wörter oder ganze Sätze, die man vorwärts und rückwärts lesen kann, die je nach Wort oder Satz den gleichen Sinn oder eine andere Bedeutung bekommen.

Die bekanntesten Palindrome-Worte lauten: Eine weitere Sonderform sind sogenannte Satzpalindrome. Sie funktionieren nach dem gleichen Prinzip, nur umfassen Sie jeweils einen vollständigen Satz. Hier einige Beispiele:
Dies ist nur eine kleine Auswahl. Hier (Wikipedia) finden Sie eine wesentlich größere Auswahl an Begriffen.


Moderne Formen des Anagramms sind Rätselgleichungen, Mixwörter, Schüttel- und Besuchskartenrätsel.

Scharaden
Scharaden spielen mit Hauptwörtern, die zusammengesetzt einen anderen Sinn ergeben (Wachs+Tube=Wachstube).

Eines der bekanntesten Wortspiele unserer Zeit ist das bekannte Spiel Galgenmännchen. Dabei scheint gerade die makabere Zählweise entscheidet für den Erfolg dieses Spiels. Dabei denkt sich ein Spieler ein beliebiges Wort aus und macht für jeden Buchstaben des Wortes einen Punkt auf einem Zettel. Ein anderer Mitspieler versucht nun, das unbekannte Wort zu erraten. Wird ein falscher Buchstabe genannt, wird das "Galgenmännchen" durch ein Element ergänzt. Ansonsten wird bei der richtigen Lösung der Buchstabe ergänzt. Viele heute bekannten Spiele basieren auf dieser Idee. So basiert beispielsweise die bekannte Quizshow "das Glücksrad" genau auf diese Idee.

Bilderrätsel sind Zusammenstellungen von Bildern mit Zeichen, Buchstaben, Silben oder Zahlen, aus deren Lautwert ein Wort oder Satz erraten werden soll. Das Bilderrätsel entstand aus der Bilderschrift und war bereits im Altertum bekannt. Im Mittelalter erschienen sie häufig auf den "redenden" Wappen, im 16. und 17. Jahrhundert zur Wiedergabe von Namen auf Schildern. In der Mitte des vorherigen Jahrhunderts war das Bilderrätsel besonders beliebt und wurde vor allem durch illustrierte Journale bekannt.

Die Bezeichnung "Rebus" wurde durch Fastnachtscherze von Studenten erklärt, die um das Jahr 1600 komische Tagesereignisse im Form von Bilderrätseln darstellten und diese "de rebus quae geruntur" (über Dinge, die geschehen) nannten. Somit sind Rebusse Bilderrätsel aus meist mehreren Abbildungen, aus denen ein Betrachter die Lösung ableiten muß.

Das Puzzle - viele Teile werden zum Ganzen

Nach der offiziellen Definition ist ein Puzzle ein mechanisches Legespiel. Die Grundidee dabei ist, die einzelnen Teile wieder zu einem Ganzen zusammenzusetzen. So heißt dann auch im Englischen das klassische Puzzle „jigsaw puzzle“. Wörtlich übersetzt: Stichsägenrätsel, da die ersten Puzzlespiele einfach auf Holz aufgeklebt und anschließend mittel Säge auseinandergesägt wurden.

Nach der Überlieferung entstanden die ersten Legespiele in England im 18. Jahrhundert. Dabei taucht immer wieder der Name John Spilsbury auf, der wohl als Erster eine Landkarte von England auf Holz auftrug, sie dann zersägte und als Lernhilfe für den Erdkundeunterricht in Schulen verkaufte. Allerdings handelte es sich noch nicht um ein verzahntes Puzzle, wie wir es heute kennen, sondern die Einzelteile wurden nur lose aneinandergelegt.

Erst rund 100 Jahre später kam die Verzahnung der Einzelteile dazu, um einen sicheren Bestand des Puzzles zu gewährleisten. Diese Interlocking-Puzzles entsprachen dann der heutigen Form des Legespiels. Mit wachsendem Erfolg des Puzzles begann am Anfang des 20. Jahrhundert die Massenproduktion. Dabei hat sich bis heute der eigentliche Produktionsprozess kaum verändert. Ausgangspunkt ist dabei eine Pappe, deren Oberfläche mit einem gewünschten Motiv bedruckt wird. Anschließend werden die einzelnen Teile ausgestanzt.

Vielfältige Puzzles sorgen für Unterhaltung

Die Schwierigkeit eines Puzzles wird durch die Anzahl der Teile und durch die Besonderheiten des gewählten Motives bestimmt. Heute existieren viele unterschiedliche Varianten, die Grundidee ist aber immer noch die gleiche. Sie setzen aus vielen unterschiedlichen Teilen ein Gesamtbild zusammen.

Ein Puzzle dient in erster Linie dem reinen Zeitvertreib. An einem kalten Winterabend ist das Legen von einem anspruchsvollen Puzzle mit einem ansprechenden Motiv eine willkommene Abwechslung. Sie können aber auch ein Puzzle als Konzentrationsübung nutzen oder als Wettkampf auslegen, so dass mehrere Leute auf Zeit das vorliegende Puzzle lösen. Wer das Bild am schnellsten zusammengesetzt hat, ist der Sieger.

Durch die ständig wachsende Verbreitung des Computers, ist dieser zunehmend auch in dem Bereich der Freizeitgestaltung vorgedrungen. Dies gilt auch für das klassische Puzzle. Längst lassen sich individuelle Fotos mittels einer Software in ein Legespiel verwandeln. Per Maus müssen dann die Einzelteile wieder zu einem Gesamtbild direkt am Bildschirm zusammengefügt werden. Mithilfe einer digitalen Kamera können Sie so Ihre letzten Urlaubsbilder am Rechner in ein beliebiges Puzzle verwandeln.

Puzzles mit individuellen Motiven

Doch auch bei dem klassischen Puzzle gibt es interessante Neuerungen. Konnte man bisher nur aus einer bestimmten Anzahl von Motiven wählen, so ist es nun möglich, jedes gewünschte Bild in ein normales Puzzlespiel zu verwandeln. Dazu müssen Sie nur am Computer das gewünschte Foto bei dem betreffenden Anbieter hoch laden. Dieser produziert ihr Puzzle und nach wenigen Tagen erhalten Sie ihr Puzzle in einem Karton.

Daraus ergeben sich natürlich interessante Ideen. So können Sie beispielsweise zum Geburtstag, zum Valentinstag, zu Weihnachten oder zu einem anderen Festtag ein sehr persönliches Geschenk gestalten. Mit dem passenden Motiv ist ihnen die Überraschung bei dem Beschenkten sicher.

Denksport-Glossar

-K -

Kopfnuss
Ein schwer lösbares Rätsel (Denksportaufgabe)

Hangman oder Galgenmännchen

Eine der bekanntesten Buchstabenspiele ist das bekannte Galgenmännchen. Auch bekannt unter Hangmann oder Galgen. Bezeichnungen gibt es für dieses kleine Spielchen viele.

Schon vor vielen Jahren tauchte dieses vergnügliche, einfache Spiel mit den Buchstaben auf. Die erste Erwähnung liegt nach Aussagen einiger Quellen bereits über 100 Jahre zurück. Dabei ist nicht nachzuvollziehen, warum eine Figur am Galgen gezeichnet werden muss.



Dieses kurzweilige Spiel kann ohne jegliche Vorbereitung von mindestens zwei Personen gespielt werden. So begann der Siegeszug des Spiels wohl in den Grundschulen dieser Welt. Unbeobachtet, meist in den hinteren Reihen, griffen Schüler nach Papier und Bleistift, um die Langeweile mit einer Partie Galgenmännchen in den Griff zu bekommen.

Das Spiel kann beginnen

Das Geheimnis des Erfolgs dieses Spiels liegt sicherlich auch in der Einfachheit begründet. Sie brauchen nur ein Stück Papier, einen Stift und mindestens zwei Spieler. Es können natürlich auch mehrere Spieler daran teilnehmen. Es gibt zwar eine riesige Zahl an Varianten bei diesem Spiel, doch die Grundstruktur der Regeln bleibt in allen Ausprägungen immer gleich.

Beim Start überlegt sich der erste Spieler einen möglichst längeren (und auch komplizierten) Begriff, der sich aus einer größeren Zahl von Buchstaben zusammensetzt. Für jeden Buchstaben wird ein Platzhalter, in Form eines Striches oder Kästchens, auf dem Blatt Papier gezeichnet. Je nach Regeln wird zu Beginn entweder der Anfangsbuchstabe des gesuchten Wortes gesetzt oder es wird eine Umschreibung des Begriffes genannt. Denn schließlich muss nun der Gegenspieler versuchen, den gewünschten Begriff mit möglichst wenigen Versuchen zu finden.

Einfache Spielregeln mit Varianten

Dabei nennt der Gegenspieler einzelnen Buchstaben, von denen er glaubt, dass sich diese in dem gesuchten Wort befinden. Für jeden Treffer, wird nun der Buchstabe in den betreffenden Platzhalter eingesetzt. Für jeden falsch erratenen Buchstaben kann der andere Spieler nun beginnen, einen Strich eines Galgenmännchens zu zeichnen. Meist kann sich so der Spieler rund 10 bis 12 Fehlversuche leisten, bis das Galgenmännchen fertig ist und er damit verloren hat.

Auch ein vorzeitiges Lösen des Wortes ist möglich. Ist der geratene Begriff falsch, ist das Spiel sofort beendet. Ist der Begriff korrekt erraten worden, hat dieser Spieler gewonnen.

Grundsätzlich haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Varianten des Spiels herausgebildet, die den Spielspaß oder den Schwierigkeitsgrad noch erhöhen. Wiedergeburt des Galgenmännchens

Viele Spiele sind mit dem Einzug des Computers in Vergessenheit geraten. Doch plötzlich werden viele Klassiker auf Konsolen, Tablet-PCs und Smartphones wiederentdeckt. So findet man heute das klassische Galgenmännchen als sogenannte Casual Games auf vielen Plattformen wieder. Dieses Spiele-Genre zeichnet sich besonders durch eine einfache Zugänglichkeit für den Spieler aus und wird meist kostenlos oder zumindest für einen kleinen Preis angeboten. Das Galgenmännchen bleibt also auch dem Computer seiner Ausrichtung treu. Es ist für den Gelegenheitsspieler ein witziger Zeitvertreib.

So findet man das Galgenmännchen als App für den mobilen Einsatz oder als kleines Software-Programm auf den unterschiedlichen Geräten wieder. Dabei hat das Buchstabenspiel auch im digitalen Zeitalter seinen Reiz nicht verloren.

Natürlich beschränken sich moderne Varianten von Hangman nicht mehr auf einfache Strichgrafiken. Längst prägen auch den Hangman tolle Grafiken und eine Vielzahl von Begriffen, die direkt aus einer Datenbank abgerufen werden. So kann der begeisterte Spieler auf eine Vielzahl von Begriffen zurückgreifen, die dann wohl für einen unbegrenzten Spielspaß sorgen.

Lösungshilfen

Natürlich gibt es auch bei diesem Spiel einige Tipps, die das Lösen des Rätsels deutlich vereinfachen: Einsatzmöglichkeiten

Interessanterweise ist der klassische Hangman auch für den pädagogischen Einsatz bestens geeignet. Besonders jüngere Menschen, die dabei sind, die ersten Schritte mit einer Sprache zu wagen, können so einzelne Begriffe auf eine spielerische Art und Weise erlernen. Daher wird das Galgenmännchen häufig auch im Unterricht in Grundschulen eingebaut. So können neue Fachbegriffe oder Vokabel auf eine spielerische Art und Weise erlernt werden.

Auch im heimischen Umfeld können so Eltern ihren Kindern auf eine witzige Art ihnen Begriffe und Inhalte näher bringen. Dabei muss es nicht immer die elektronische Variante sein, es kann auch die alte Ausprägung mit Papier und Bleistift sein. Sie erfüllt auch heute noch ihren Zweck.